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Das Kuratorium junger deutscher Film ist die älteste und die einzige von den Ländern gemeinsam getragene Filmförderinstitution. Zu den Förderbereichen gehören Talent-/Nachwuchsfilme und Kinderfilme.

Für Vielfalt in der deutschen Filmkultur:
Förderung von Talent- und Kinderfilmen

Satzungsgemäße Aufgabe der Institution ist es, den filmkünstlerischen Nachwuchs zu fördern, zur künstlerischen Entwicklung des deutschen Films beizutragen und diese anzuregen. Einige der bedeutendsten deutschen Filmemacher/innen gehören zu den Geförderten des Kuratoriums – unter ihnen Feo Aladag, Detlev Buck, Werner Herzog, Alexander Kluge, Sandra Nettelbeck, Ulrike Ottinger, Edgar Reitz, Ula Stöckl, Tom Tykwer und Wim Wenders.

Auch in der letzten Zeit sind mit Hilfe der Fördermittel des Kuratoriums viele bemerkenswerte Filme entstanden. Dazu zählen etwa Talentfilme von Philipp Leinemann, Michaela Kezele oder Marcus H. Rosenmüller sowie Kinderfilme von Arend Agthe, Veit Helmer oder Norbert Lechner, um nur einige Namen zu nennen.

Jährlich gehen ca. 200 Förderanträge ein, über die die beiden Auswahlausschüsse in einer Frühjahrs- und einer Herbstsitzung entscheiden. Nach einer positiven Förderentscheidung werden die Projekte intensiv betreut und dramaturgisch begleitet. Die Förderung des Kuratoriums gilt als Gütesiegel.

Für die Kinderfilmförderung besteht seit 2005 eine Kooperation mit der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM). Das Kuratorium übernimmt die finanzielle Förderung und inhaltliche Betreuung aller vorbereitenden Fördermaßnahmen, während die BKM für die Produktionsförderung zuständig ist.

Die beständig steigende Zahl von Förderanträgen zeigt die bleibende Bedeutung und Notwendigkeit einer länderübergreifenden, standortunabhängigen kulturellen Filmförderung, wie sie das Kuratorium gewährleistet.

Historie

50 Jahre Kuratorium junger deutscher Film

Das Kuratorium entstand im Zuge der Aufbruchstimmung nach dem sogenannten "Oberhausener Manifest". Eine Gruppe junger Regisseure erklärte dabei 1962 "Papas Kino" für "tot" und forderte neue Inhalte und Darstellungsweisen für den Film. ABSCHIED VON GESTERN, das Kinodebüt von Alexander Kluge, war 1965 der erste Film, den das Kuratorium förderte. Dieser Gründungstradition fühlt sich das Kuratorium bis heute verpflichtet.

1982 wurde der eingetragene Verein in eine öffentliche Stiftung des bürgerlichen Rechts umgewandelt. Grundlage ist die Verwaltungsvereinbarung vom 18. Mai 1982, in der sich die Länder verpflichtet haben, die Stiftung gemeinsam zu finanzieren. 1992 sind die fünf neuen Bundesländer der Verwaltungsvereinbarung beigetreten.

1998 nahm die Stiftung nach einer anderthalbjährigen Umstrukturierungsphase die aktive Förderarbeit wieder auf. Das neue Konzept setzt deutliche Schwerpunkte auf die Förderung des Talentfilms und des Kinderfilms. Dank einer intensivierten Beratung und Projektbetreuung durch zwei Projektbetreuerinnen, ist das Kuratorium seither in der Lage, dem einzelnen, ihm anvertrauten Filmprojekt eine erhöhte Aufmerksamkeit zu widmen und eine sinnvolle Verwendung der Fördergelder sicherzustellen.

2015 konnte das Kuratorium auf 50 Jahre Filmförderung zurückblicken. Im Rahmen einer bundesweiten Kinotour mit rund 150 Vorstellungen in 21 Kinos präsentierte das Kuratorium Filme aus fünf Jahrzehnten Fördergeschichte. So kehrten sowohl Klassiker der deutschen Filmgeschichte als auch Kinohighlights der letzten Jahre zurück auf die Leinwand – und zum Publikum. Eine Rückschau, aber auch eine Feier des Kinos als Ort der Begegnung und des künstlerischen Experiments.

"Die Fördermaßnahmen des Kuratoriums sind bis heute einmalig, da sie speziell darauf abgestimmt sind, junge Talente zu fördern und den Nachwuchs des Autorenkinos zu stärken."

*Edgar Reitz

"Dass sich das Kuratorium konsequent auf den Nachwuchs und die Innovation konzentriert hat, macht diese Förderung gegenüber allen anderen Förderungen einzigartig. Ich wünsche allen jungen Filmemachern die Freiheiten, die wir mit der Installierung des Kuratoriums für einige Zeit hatten."

*Alexander Kluge

Ansprechpartner

Anna Schoeppe
(Geschäftsleitung)
Wiesbaden
Sandra C. Maschke
(Mitarbeiterin in der Geschäftsstelle)
Wiesbaden
Diana Iljine
München
Dr. Astrid Plenk
Leipzig/München
Anna Schoeppe
(Direktorin)
Wiesbaden

Talentfilm

Gabriele Brunnenmeyer
Berlin

Kinderfilm

Annette Friedmann
(Treatment-, Drehbuch- und Projektentwicklungsförderung)
Berlin
Prof. Dr. Andreas Schreitmüller
(Vorsitzender)
Leiter der Redaktion Fernsehfilm und Spielfilm ARTE
Postfach 1980, 77679 Kehl
Dr. Benedikt Berg-Walz
(stellvertretender Vorsitzender)
Staatskanzlei des Landes Nordrhein-Westfalen
Referat PM6, Medienwirtschaft – Film und Fernsehen
Stadttor 1, 40219 Düsseldorf
Juana Bienenfeld
Freie und Hansestadt Hamburg Kulturbehörde
Hohe Bleichen 22, 20354 Hamburg
Alfred Holighaus
Präsident der SPIO
Spitzenorganisation der Filmwirtschaft e.V.
Murnaustraße 6
65189 Wiesbaden
Dr. Hannes Schellhorn
Ministerium der Finanzen Rheinland-Pfalz
Kaiser-Friedrich-Straße 1, 55116 Mainz
Uwe Schickel
Hessisches Ministerium der Finanzen
Friedrich-Ebert-Allee 8,
65185 Wiesbaden
Christoph Schweitzer
Thüringer Staatskanzlei
Regierungsstraße 73, 99084 Erfurt
Christina Bentlage
Film- und Medienstiftung Nordrhein-Westfahlen GmbH
Jochen Coldewey
nordmedia - Film- und Mediengesellschaft Niedersachsen/Bremen mbH
Anja Dörken
Medienboard Berlin-Brandenburg GmbH
Karin Franz
MFG Medien- und Filmgesellschaft Baden-Württemberg mbH
Mario Giordano
Autor
Köln
Nicole Kellerhals
Dramaturgin
Berlin
Jens Kiefer
Filmförderung Hamburg/Schleswig-Holstein GmbH
Nikolaus Prediger
FilmFernsehFonds Bayern GmbH
Claas Danielsen
Mitteldeutsche Medienförderung GmbH
Florian Weghorn
Programmleiter bei Berlinale Talents